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Installation der „Wilhermsdorfer Kreuzigung“ von Felix Müller in der Katharinenkapelle in Neunkirchen


 Eine wechselvolle Geschichte haben sie hinter sich: sowohl die Katharinenkapelle in Neunkirchen als auch die „Wilhermsdorfer Kreuzigung“. Letztere hat der Bildhauer Felix Müller Mitte der 30er Jahre als Hauptaltar, seinerzeit flankiert von zwei Seitenaltären, für den Betsaal der katholischen Gemeinde in Wilhermsdorf bei Langenzenn geschaffen. Dort ganz in der Nähe, in dem Dörfchen Laubendorf, hat er vor dem Krieg gelebt und gearbeitet.

 

 Als man in Wilhermsdorf eine katholische Kirche baute, wurde das Altarwerk nicht in den Neubau übernommen und somit nicht mehr gebraucht. Felix Müller holte seine drei Altartafeln ab und übergab diese zunächst in die Obhut der Burg Feuerstein. Jetzt befindet sich die Tafel des linken Seitenaltars mit der Darstellung des Hl. Christophorus im kath. Kindergarten Neunkirchen. Damit die Kinder das Bild des Christophorus leichter erfassen können, hat Felix Müller das Relief damals speziell für die Kinder in kräftigen Farben neu gefaßt. Die Tafel des rechten Seitenaltars mit dem Hl. Michael befindet sich heute in Privatbesitz in Köln.

 Die Tafel des Hauptaltars mit der Kreuzigung aber behielt Felix Müller in seinem Besitz. Sie verbrachte viele Jahre im feuchten Keller seines Wohnhauses im Kellerweg 3. Wohl auch dadurch war insbesondere die farbige Fassung des Holzreliefs stark angegriffen. Nun konnte die Kreuzigung  mit großzügiger finanzieller Unterstützung des Bezirks Oberfranken und der Gertrud-Müller-Stiftung aufwendig restauriert werden und wird dauerhaft in der Apsis der Katharinenkapelle installiert. Mit ihr wird das Ensemble der bereits in der Katharinenkapelle vorhandenen Werke Felix Müllers abgerundet – die Kreuzigung wird somit zum Schlußstein der Innenausstattung.

                     

 Und die Dinge fügen sich manchmal ganz seltsam. Vor genau einem Jahr wurde auf der Empore der Kirche im Wilhermsdorf der Tabernakel zum Wilhermsdorfer Hauptaltar Felix Müllers aufgefunden; er wurde zuletzt zweckentfremdet als Notenschrank verwendet. Dargestellt auf der Tabernakeltür ist als farbig gefaßtes Relief das Gotteslamm. Außerdem war in Wilhermsdorf noch der zum Hl. Christophorus gehörende Altartisch vorhanden, den das Felix-Müller-Museum aus aktuellem Anlaß als Schenkung erhielt. Er trägt die von Felix Müller gestaltete Inschrift: HL. CHRISTOPHORUS CHRISTUSTRÄGER BITT FÜR UNS.

 Am 18.05.2007 fand die feierliche Installation des Altarbildes statt. Nach einem Grußwort von 1. Bürgermeister Wilhelm Schmitt erläuterte Peter Lichtenberger die Geschichte der „Wilhermsdorfer Kreuzigung“ und die der Katharinenkapelle sowie den Bezug des Ehepaars Gertrud und Felix Müller zu Kapelle und Kunst in Neunkirchen. Zu den Problemen der Wiederherstellung gab der Restaurator Martin Tischler, Nürnberg einige kurze Erläuterungen. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von dem jungen, hochtalentierten Berliner Cellisten Peter-Philipp Staemmler mit Werken von Johann Sebastian Bach und Max Reger. Pfarrer i.R. Veit Dennert brachte anschließend seine Gedanken zu diesem speziellen Werk Felix Müllers zu Gehör. Abschließend konnten die ausgestellten Kunstwerke und Bilder aus verschiedenen Restaurierungsphasen begutachtet und bei einem Gläschen Wasser oder Wein angeregte Gespräche geführt werden.

PL

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